Baubeschreibung


19. Schneidedaten für einen Flugzeugrumpf erstellen.

Ergänzung vom 21.11.2010:

Dazu gibt es verschiedene Wege:

Vorteil: Der Ablauf in PROFILI ist zügig und weitgehend selbsterklärend.
Nachteil: PROFILI läßt nicht beliebige Konturen als 'Profil' zu.

Dazu sind folgende Hilfsprogramme nötig:
Zoom__5.exe, Move_10.exe, Expand__4.exe, Sync__2.exe, Track__6.exeBrennspur__3.exe, evtl. auch Reverse__3.exe.
Mit
Plot_Cut__7.exe werden die einzelnen Arbeitsschritte jeweils kontrolliert (gleiche Vorgehensweise, wie unten im Abschnitt 19.4, oder auch im Kapitel Kapitel 11 beschrieben).








19.1 Rumpfprofile erstellen

Zuerst muss der Rumpf in Abschnitte unterteilt und die jeweiligen Rumpfspanten in einer Skizze dargestellt werden, zum Beispiel so: 

Skizze Rumpfspanten




.


Rumpfspant

Dann wird das 'Profil' von Hand (Lineal und Taschenrechner) digitalisiert. Es reichen etwa 10 Stützpunkte aus, um das Profil zu beschreiben.


PROFILI wird später diese Punkte verbinden und die Kontur mit einem Spline glätten.


Die ermittelten Koordinatenwerte werden jetzt in eine Datei  RumpfSpant_4.DAT  eingetragen:

Dateiinhalt

In die erste Zeile kommt der Name des 'Profils'. 
Diesen Namen übernimmt PROFILI in seine Profil-Bibliothek.
Dann folgen die Tabellenwerte: 
Zuerst jeweils der X-Wert, daneben der Z-Wert.
Alle Koordinatenwerte sind auf '1' in X-Richtung normiert !!!
Die X-Werte beginnen bei 1.0, laufen nach 0.0 und unten wieder zurück nach 1.0 .
Diese Laufrichtung entspricht dem späteren Schneideweg.

Dieses Datei-Format kann aus einer anderen Profildatei, durch Überschreiben gewonnen werden.


Anmerkung:
Die Werte für die untere Profilseite tragen das Minuszeichen (gespiegelte Werte).
Das Profil für den zweiten Rumpfspant (hinteren Rumpfspant) habe ich durch 'verschlanken' erhalten: Alle Z-Werte mit 0.2 multipliziert, ergibt  RumpfSpant5.dat .
Ebenso sind die Werte für die weiteren Spanten (innere Spantkontur) aus den Ursprungswerten abgeleitet und als RumpfSpant_4innen.dat abgespeichert.

19.2 Rumpfprofile in die PROFILI-Biblithek einbringen

Dazu wird PROFILI aufgerufen. 
Im Menüpunkt 

Profile 
   Profilverwaltung 
      Importieren 
         Importiere ein Profil aus einem .DAT File

anwählen, und die neuen Profile einbringen:

Import


19.3 Rumpf-Daten in  PROFILI erstellen

Und schon kann in PROFILI unter:

Panels
   Wing Panel Management
      Panel management
         New foam panel      

der Rumpf (wie jeder Flügel) gestaltet werden:

       

Rumpplan


Runpf beschreiben


Hier der Ei-förmige, vordere Spant


Rumpfspant5

Hier der hintere Spant, mit seiner schlankeren Ei-Form



Das Ergebnis, eine GCode-Datei für 4 Achsen, mit der wir ein Rumpfsegment schneiden können.

Prima !!!



Aaaaaber:

Leider gestattet PROFILI es derzeit nicht:
- Das Rumpf-Innere mittels der Funktion 'Lightening hole settings' zu generieren/aushöhlen, oder
- Holme mittels 'Spares setting' vorzusehen.


Diese Funktionen sind zwar in PROFILI vorhanden, können aber bei Anwahl von
'3) For CNC hot wire cutter' (Menüpunkt 'Templates configuration') nicht verwendet werden.


Ebenso läßt die Funktion 'Template - foam block Distance' (Menüpunkt 'Templates setting'), häufig nicht die Werte zu, die nötig sind, um die Daten auf unsere Schneide/Führungsebenen
zu beziehen.


Leider :-(

Deshalb müssen wir uns selber helfen:


Anmerkung (21.11.2010):
In der aktuellen Version von 'PROFILI PRO' ist es möglich, die Spanten auszuhöhlen und die Schneidedaten auf die Portalbreite der Maschine anzupassen. Als Ergebnis erhält man eine GCode-Datei (*.nc-Datei), die nur noch in MyFormat (*.neu-Datei) gewandelt werden muß.
Die im Folgenden beschriebenen Schritte: Move, Expand und Track können damit meistens entfallen!






1
9.4 Weiterbearbeitung der Rumpf-Daten in MyFormat


Wir wandeln die GCode-Daten in MyFormat mittels    PROFILI_to_MyFormat__8.exe
und hängen ggf. Daten aus einer zweiten GCode-Datei an (diese beschreiben die Aushöhlung des Rumpfes).




Das Ergebnis schauen wir uns über die Plotfunktion von  
Plot_Cut__6.exe  an:




Kontroll_Plot





Jetzt kann das Bauteil eventuell gedreht und in Position gebracht werden, dazu das Programm  Move__8.exe  verwenden.



Das Ergebnis schauen wir uns wieder über die Plotfunktion von  Plot_Cut__6.exe  an:


KontrollPlot2


Hier sehen wir schon, an einigen Punkten müssen wir Korrekturen von Hand durchführen:
Fehlende Punkte  unten rechts, Anlaufweg im grünen Bereich.









Was jetzt noch fehlt, ist der Bezug der Schneidedaten auf unsere Schneide/Führungsebenen, die bei mir 1060mm Abstand voneinander haben.

Hier hilft das Programm:  Expand
__4.exe




Das Ergebnis schauen wir uns wieder über die Plotfunktion von  Plot_Cut__6.exe  an:

KontrollPlot3


Das sieht doch lustig und unerwartet aus!

Weil das Bauteil nur 300mm lang ist und stark konisch/trapezförmig verläuft, gibt es auf der Führungsebene Ost diesen auch in der Schneiderichtung geänderten Weg.







Zu guter Letzt fehlt nur noch der Anreise-Weg vom Absetzpunkt zum Startpunkt und zurück.

Hier hilft uns das Programm    Track__6.exe  ,

aber das kennen wir ja schon aus dem Kapitel 'Erstellen eigener Schneidedaten mittels PROFILI'.





Du siehst, das Ganze geht nicht 'im Vorbeigehen'.
Aber die Vorgehensweise mittels PROFILI gestattet uns auch Rumpf-Daten, mit Form und Lage der Spanten zueinander, überschaubar zu erstellen.
Ich halte das für einen brauchbaren Weg, um eine GCode-Datei für 4 Achsen zu generieren, zumal hier auch die beiden unterschiedlichen Brenndurchmesser mit berücksichtigt werden.


Und so sieht es dann beim Schneiden aus:

Probeschnitt

Probeschnitt


Schnitt im Block

Schnitt im Block


Rumpfschale

Fertiger Rumpf-Abschnitt














Stand   23.Feb.2010







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