Baubeschreibung
4. Der Schneidebügel

Ein ganz entscheidendes Teil ist der Schneidebügel:

Schneidebügel

Es handelt sich hier um einen einfachen Holzbügel aus drei Holzleisten 19x19mm.
Die lange Leiste ist 115cm, die Schenkel sind je 50cm lang.
Die Leisten sind trapezförmig angeordnet und in den Ecken mit Sperrholzdreiecken verstärkt und mit Dübeln verleimt.
Die offene Trapezseite ist im nicht gespannten Zustand 133cm lang.
Sie wird erst durch das Spannen des Schneidedrahtes auf ca. 125cm verkürzt (abhängig von der benötigten Drahtspannung).

Daß es aber auch mit einem Besenstiel geht, zeigt uns Erich_55 in seinem Beitrag im RCN-Forum



Kontaktstelle

An beiden Enden wird der Schneidedraht durch einen Einschnitt geführt und über einer 4mm Buchse umgelenkt (Bananenbuchsen, Pollin 450163).
Hier ist die Kontaktstelle, über die der Strom in den Draht eingeleitet wird.






Drahtspanner

Abgespannt wird der Schneidedraht mittels einer Lüsterklemme
und einem Haken an einer Holzschraube. Diese kann zur
Änderung der Seilspannung leicht versetzt werden.








Bei meinem Schneidedraht handelt es sich um 0.4mm Stahldraht mit 8 Ohm/m. 
Es sind ca. 24 V (Wechselspannung) nötig, um den Schneidestrom von  1,7A ... 2,5A  bereitzustellen, bei der vorliegenden Spannweite von 1.25m.

Mehr dazu im Kapitel Schneidestrom.










Hier möchte ich noch ein wichtiges Detail vorweg nehmen, das
Einhängen des Drahtes in die Führungsseile:

Führungshaken

Man sieht auf dem Bild, die Seile werden nicht am Holzbügel eingehängt, sondern ca. 9...10cm weiter innen, direkt am Schneidedraht. Das hat den Vorteil, die Führungsseile laufen in einem gemeinsamen Punkt zusammen, was die Berechnung der Koordinaten vereinfacht. Außerdem können so die Seile unabhängig von der Bogen-/Bügelweite in den richtigen Abstand zueinander gebracht werden.

Aber noch wichtiger ist, durch den Abstand zum Bogen werden die harten Motorbewegungen nicht unmittelbar auf die Träge Masse des Bügels eingeleitet. Es wir nur der Draht bewegt, der Bügel eilt nach, als wäre er über eine Feder entkoppelt (ist er ja auch). Damit werden hohe Spitzenkräfte abgemildert und wir können das Ganze mit diesen relativ kleinen Schrittmotoren bewegen.




Also,
Ich habe auch schon mit einem Bügel von 900g gearbeitet, aber damit gelegentlich Probleme bekommen und den Bügel deshalb 'abgemagert'.



Beim Schneidevorgang wird man folglich mehr oder weniger starke Zappelbewegungen des Schneidebügels beobachten, das ist unbedenklich, ja sogar gewollt. Schaut man genau hin an den Schneidedraht, im Bereich zwischen den Führungsebenen/Aufhängepunkten, so sieht man, dass der Draht in diesem Bereich ruhig und gelassen seine Spur zieht.



Noch einen Punkt möchte ich hier ansprechen, die
Absetzposition:

Das sind die Punkte, in denen der Schneidebügel abgesetzt wird, immer wenn das Schneide-Programm beendet oder der Computer ausgeschaltet wird.
Diese Punkte müssen eine eindeutige Koordinatenlage haben, nur so kann bei einem Neustart wieder aus dieser Position heraus, weitergearbeitet werden.

Das setzt natürlich auch eine möglichst exakte, mechanische Positionierung voraus. Um das zu erreichen, verwende ich Schlitzschrauben.
Und noch eine Funktion hat diese Absetzposition:
Nur wenn der Bügel auch hier wieder sauber abgesetzt wird, nach dem Schneidevorgang, kann ich sicher sein, daß alles ordnungsgemäß abgelaufen ist und unterwegs keine Schrittverluste aufgetreten sind!

Parkposition

So wird der Schneidebügel nach erfolgter Arbeit geparkt/abgelegt, er liegt in der Kerben zweier Schlitzschrauben, die mittels Regalträger an der Wand befestigt sind. (Im Bild ist nur der linke Absetzpunkt gezeigt).











Stand     23.01.2010






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